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Gegen Mittag führe ich die letzten Telefonate vor dem Aufbruch. Eckart kommt nochmal kurz vorbei, um die Schlüssel für die Wohnung in Empfang zu nehmen. Um 15:30 breche ich zum Flughafen auf. Bewährterweise fahre ich mit dem Bus; praktisch, dass es jetzt eine einheitliche Bushaltestelle am Flughafen gibt und man nicht mehr über das halbe Gelände laufen muss. Das Einchecken geht schnell, der große Rucksack wird sogar bis Gaborone durchgecheckt, obwohl ich in Johannesburg die Fluggesellschaft wechsele. Die BA Mitarbeiterin schaut nochmal nach, ob ich wirklich kein Visum für Botswana brauche. Ehrlich gesagt, habe ich mich darum nicht gekümmert. Wenn ich eins bräuchte, hätte Chrissi mir das bestimmt gesagt. Aber ich brauche wirklich keins. British Airways wird in Hamburg am neuen Terminal abgefertigt. Was aber nicht heißt, dass die Flugzeuge auch in der Nähe der Abfertigung parken. Die stehen nach wie vor weit weg, was vom neuen Terminal aus das andere Ende der Pier ist und somit ein nicht zu verachtender Fußweg.
Der erste kurze Flug geht nach London Heathrow. Ankunft und Abflug sind beide am Terminal 1. Welche BA Flüge an welchem Terminal abgefertigt werden, habe ich nicht verstanden. Was jetzt schon nervt, sind die Umsteigezeiten. Drei Stunden auf dem Hinweg, aber sieben Stunden auf der Rückreise. Ist insofern blöd, als dass eigentlich noch reichlich Zeit wäre, auch einen früheren BA Flug nach Johannesburg zu kriegen. Aber ich bin erst auf den späteren Flug gebucht, was mir fünf Stunden Wartezeit in Jo'burg bringt. Der Flug war zwar günstig, aber beim nächsten Mal lege ich vielleicht doch ein wenig mehr Wert auf kurze Umsteigezeiten.
Nach einer Stunde habe ich den Transferbereich und die Abflughalle erkundet. Langeweile setzt ein. In einer entfernten Ecke finde ich ein paar Liegesitze. Die muss ich mir dringend für die Wartezeit auf dem Rückflug merken. Mir fällt auf, dass ich Chrissis Adresse gar nicht habe. Womöglich brauche ich die für ein Einreiseformular. Rufe schnell ihre Mutter an. Christa hat zwar die Privatadresse gerade nicht zur Hand, kann mir aber die Adresse der BONELA Organisation geben. Das muss reichen.
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| Liegestuhl im Terminal 1. |
Boarding für BA57 LHR - JNB ist um kurz vor Neun. Obwohl die Lounge nicht besonders voll aussieht, ist die Maschine ausgebucht. Habe leider nur einen Mittelplatz zwischen Gang und Fenster. Die Ausstattung der Boeing 747-400 ist schon auf den ersten Blick besser als bei Thai Airways oder Korean Air. Es gibt verstellbare Kopfstützen mit kleinen Seitenpolstern zum Anlehnen und ein persönliches Unterhaltungssystem mit Videos und Radioprogrammen. Dafür kommt mir die Bestuhlung aber sehr eng vor. Besonders, weil sich eine sehr große Norwegerin in den Sitz am Gang quetscht. Nach ein paar Minuten habe ich es mir so bequem wie möglich gemacht und erwarte den elfstündigen Flug nach Johannesburg.
Der Flug ist sehr ruhig. Bin überrascht von dem guten Essen, da BA ja noch an dem Streik ihres Caterers leidet. Nachts kann ich einigermaßen gut schlafen, auch wenn ich die Decke nicht finde und es ab und zu ein wenig kühl wird.
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