Freitag, 16.09.2005

Gaborone

Ziemlich langsamer Tag heute. Tagsüber haben wir nicht viel vor, abends sind wir bei Jahapa und Grace zum Grillen eingeladen. Den Vormittag verbringen Chrissi und ich damit, einige Accessoires für den Maxi Cosi zu installieren. Zum einen eine Schutzdecke für das Kissen, zum anderen ein Moskitonetz mit praktischen Eingriffen für alle Bedienelemente der Trageschale. Außerdem müssen wir den Sitz noch reinigen, da Miles volle Windel eine Art Kollateralschaden auf dem Sitz hinterlassen hat. Der Schutzbezug wird sich auszahlen! Vor allem aber freut Chrissi sich auf das neidische Gesicht von Grace, wenn sie sieht, welche tollen Zusatzartikel Steglings für den Maxi Cosi haben. Der Plan wird abends aufgehen.

Am Nachmittag fahren wir nochmal zu BONELA. Ich hatte Werani versprochen, ihr zu zeigen, wie man MS Publisher Dokumente nach PDF konvertieren kann. Doch ich habe die Rechnung ohne die langsame Internetverbindung gemacht. Das ganze Büro teilt sich eine einzige analoge Dial-Up Verbindung. Da ist es sinnlos, zu versuchen, mal ein paar Megabyte Ghostscript herunterzuladen. Schade. Ich nehme die Dateien aber mit, Jahapa hat eine Breitbandbverbindung, vielleicht hat er auch passende Werkzeuge. Was aber zum Glück klappt, ist, für Chrissi eine private Emailadresse einzurichten, damit sie nicht auf die allgemeine BONELA-Adresse angewiesen ist. Mit Google Mail kommt sie auch auf Anhieb gut zurecht. Hinterher fahren wir auf einen Kaffee und einen Snack in die Riverwalk Mall. Dort treffen wir Victor.

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Victor Chrissi und Miles Mein Frucht-Smoothie. War eher sauer.

Bevor wir abends zu Grace und Jahapa fahren, holt Victor noch Liz vom Flughafen ab. Liz ist Mitglied des Daneford Trust in London, also jener Organisation, über die Victor in den Neunziger Jahren nach England kam. Tony, der Vorsitzende des Trust und ein guter Freund von Chrissi und Victor, schickt mit schöner Regelmäßigkeit Leute bei Steglings vorbei, die dann ein paar Nächte dort wohnen. Meistens geht das ganz gut, nur wenn die Leute zu lang bleiben, wird es manchmal etwas schwierig. Liz wurde aber als "nice middle class girl, very liberal and open-minded" angekündigt. Ist sie auch. Sehr nett und sehr englisch. Sie kommt gerade aus Kapstadt, wo sie mit einer Freundin zusammen Urlaub gemacht hat.

Der Grillabend wird sehr nett. Einer der Abende, an denen so ziemlich alles stimmt. Es ist warm, die Leute verstehen sich auf Anhieb gut, das Essen ist prima und es gibt eine Menge zu erzählen. Nur Liz ist am Anfang etwas verwirrt. Warum kennen hier alle Tony und den Daneford Trust? Warum ist Grace in Botswana und warum spricht Jahapa absolut fließend Deutsch? Es gelingt aber im Laufe des Abends, diese Dinge zu erklären.


Copyright (c) 2005 Alexander (reiseberichte@barmblognord.com).
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