Montag, 29.11.2004

Raglan

Insgesamt ein sehr wenig ereignisreicher Tag, dieser letzte vollständig Tag in Neuseeland. Björn und ich schlafen etwas länger und checken erst kurz vor zehn Uhr im Gateway Backpacker aus. Die Frau von der Rezeption empfiehlt uns noch ein Café für das Frühstück. Doch das finden wir nur geschlossen vor und gehen stattdessen in eine Bakery auf der Pollen Street. Das Essen ist nicht besonders gut, aber dafür ist es auch etwas preiswerter. Doch irgendwie ist diese Mahlzeit ein passender Abschluss für den Aufenthalt in Thames, wenn auch unpassend für das sehr schöne Wochenende, das Björn und ich miteinander hatten.

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Thames Bakery. Ein eher trauriger Ort für ein Frühstück.

Auf der Rückfahrt wird das Wetter wieder finsterer, je weiter wir in Richtung Westküste kommen. Irgendwo zwischen Thames und Hamilton halten wir an einem Demolition Shop an, der Björns Neugier geweckt hat. In einem sehr großen Laden stehen in einer nur Eingeweihten ersichtlichen Ordnung Riesenmengen von Gegenständen, die man beim Hausbau verwenden kann. Aus abgerissenen Häusern lagern hier Türen, Fenster, Kamine, Waschbecken, Kloschüsseln undundund. Wenige Dinge sehen direkt verwendbar aus, doch Björn sagt, dass diese Art Ware häufig helfen kann, die Kosten beim Hausbau zu drücken. Man muss wohl ein ausgemachter Messie sein, um einen solchen Laden aufbauen zu können.

Leider hat Björn morgen keine Zeit, mich nach Auckland zum Flughafen zu bringen. Ist aber in Ordnung, er hat mich ja schon das eine oder andere Mal nach Hamilton kutschiert. Das möchte er morgen wieder tun, um mich beim Busbahnhof abzusetzen. Dort halten wir kurz an, damit ich mich nach den Abfahrtszeiten erkundigen kann. Es gibt eine ganz gute Umsteigeverbindung über das Einkaufszentrum in Manukau zum Flughafen. $34 kommen mir zwar sehr viel vor, aber eine andere Wahl habe ich nicht.

Eine weitere Pause machen wir bei dem Elektroladen, bei dem ich vor drei Wochen den Steckeradapter gekauft habe. Ich möchte wissen, ob ich den auch für Australien verwenden kann, oder ob ich einen neuen brauche. Keine Sorge, wird mir erklärt, der Adapter passe auch in Sydney.

Am frühen Nachmittag sind wir wieder in Raglan. Kim ist froh, dass wir wieder da sind und dass sie sich nicht mehr allein um die Kinder kümmern muss. Den Rest des Tages mache ich nicht mehr viel, sondern treffe Vorbereitungen für die Abreise: Akkus aufladen, Zimmer aufräumen und auch -- als ich es abends nicht länger aufschieben kann -- packen. Der Rucksack wird ein wenig voller und schwerer als auf der Hinreise. Es ist zwar nur ein einziges Buch dazugekommen, aber beim Backpacking sammelt sich doch eine Menge von Broschüren, Flyer und anderem Material an, dass ich einfach immer eingesteckt habe. Ach ja, das Bild für Roswitha ist natürlich auch neu.

Nach dem Essen am frühen Abend zeigt mir Kim noch die Ideen, die sie für die Gestaltung der unteren Etage im neuen Haus hat. Björn ist auf den ersten Blick nicht so glücklich damit, kann aber auch nicht genau sagen, was ihn stört. Mir gefallen die Änderungen sehr gut. Wie ich später höre, hat Björn noch ein paar Mal drüber geschlafen und sich dann damit angefreundet. Ich bin sehr beeindruckt, wie schnell der Bau voran geht. Wo am 07.11. nur eine planierte Sandfläche lag, steht drei Wochen später das Untergeschoss eines Hauses.

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Als ich hier vor drei Wochen ankam, war gerade mal die Sandplatte planiert.

Im Fernsehen gibt es "Billy Conolly's World Tour of Australia", in der der Comedian durch Sydney reist. Das ist eine schöne Einstimmung für die nächsten Tage. Weniger schön ist der Wetterbericht: In Sydney sind an diesem Tag mehr als 40° gemessen worden. An den nächsten Tagen soll es heiß bleiben.


Copyright (c) 2004/2005 Alexander (reiseberichte@barmblognord.com).
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