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Nach der sehr positiven Resonanz, die ich von vielen Seiten auf das Tagebuch der NZ-Reise aus dem Jahr 2002/2003 bekommen habe, stand dieses Mal das Verfassen eines Reisetagebuchs von Anfang an auf der Agenda. Es hat viel Spaß gemacht, die Texte zu schreiben. Besonders als Alleinreisender ist es schön, auf diese Weise das Erlebte nochmal zu reflektieren und die beeindruckenden Aspekte einer Tagesetappe nochmal am geistigen Auge vorbei ziehen zu lassen. Es hilft sehr, auch nach längerer Zeit noch Details einer solchen Reise präsent zu halten.
Das Tagebuch der letzten Reise ist spontan entstanden, als ich anfing, auf Björns Computer in Raglan einige Erlebnisse aufzuschreiben. Dieses Mal war ich viel allein unterwegs, hatte also keinen guten Zugriff auf einen Computer zum Schreiben. Stattdessen habe ich unterwegs die Aufzeichnungen in einem Notizbuch gemacht. Ich kann mich nicht erinnern, nach der Schulzeit jemals soviel mit der Hand geschrieben zu haben wie in diesen vier Wochen. Das Moleskine Notizbuch, das ich vor der Reise gekauft habe, ist fast voll geworden. Das Notizbuch hat sich sehr bewährt, besonders, da es bei der Gletscherwanderung am Franz-Josef Glacier fast komplett eingeregnet wurde. Das Papier hat sich als reißfest erwiesen und die Tinte ist glücklicherweise nicht verlaufen. Es hat Spaß gemacht, in einem so aufwendig gestalteten Notizbuch zu schreiben.
Ursprünglich hatte ich den Anspruch, jeweils am Abend eine halbe Stunde den Verlauf des Tages zu beschreiben. Das ging leider nicht auf. Schnell war ich mit der Dokumentation hinterher, besonders gegen Ende der Reise hat sich ein Rückstand von über einer Woche angesammelt. Das hat Auswirkungen auf die Menge des Textes gehabt. In den ersten drei Wochen habe ich die Texte direkt im Tagebuch ausformuliert. Die Einträge der letzten Woche hingegen sind nur noch in Form von Stichpunkten erfolgt, die dann bei der Nachbearbeitung fertig formuliert wurden.
Die Bilder in diesem Tagebuch sind mit einer Canon Ixus 430 entstanden. Die Kamera hat sich -- genauso wie ihre kleine Schwester Ixus v2 bei der letzten Reise -- sehr bewährt. Besonders hervorzuheben ist der Panoramamodus, mit dem mehrere Bilder mit Überlappungen gemacht werden können. Diese Fotos können recht einfach per Software zu schönen Panoramen zusammengesetzt werden. Von dieser Möglichkeit habe ich deutlich mehr Gebrauch gemacht als beim letzten Mal. Allerdings habe ich auch fest gestellt, dass hier weniger mehr ist: Mehr als drei Bilder zu einem Panorama zusammenzusetzen, ist nicht sinnvoll, da die Bilder sehr schnell in die Breite wachsen und auch bei einer höheren Bildschirmauflösung nur eine geringe Höhe haben. Zwei bis drei Bilder sind ideal.
Vor der Reise hatte ich ein logistisches Problem. Ich wusste, dass ich nicht viel Zeit bei Björn verbringen würde und mir somit auch die Möglichkeit fehlen würde, die Bilder aus der Kamera herunterzuladen und auf CD zu brennen. Diese Problematik wurde noch verschärft dadurch, dass die 4 Megapixel Bilder der Ixus 430 die Speicherkarten auch schneller füllen als die halb so großen Bilddateien der Ixus v2. Doch ich wollte kein Vermögen in Compact Flash Karten investieren und auch nicht unterwegs auf Download-Möglichkeiten in Internet-Cafés angewiesen sein. Stattdessen habe ich den Belkin Card Reader für den Apple iPod mitgenommen. Damit ist es möglich, Bilder von den Karten herunterzuladen und auf der Festplatte des iPod zu speichern. Diese kleine Box hat Slots für die verschiedenen Karten, die in Digitalkameras verwendet werden, und einen Anschluss für das Dock des iPods. Man kann die Bilder zwar nicht auf dem iPod ansehen, aber sie sind auf der Festplatte sicher aufbewahrt. Die 40 GB des iPod waren mehr als ausreichend für die ca. 1500 Bilder (annähernd 1,6 GB). Diese Kombination hat sich auf der Reise voll und ganz bewährt. Die Übertragung einer vollen 256 MB Karte dauert knapp zehn Minuten. Das ist sehr lang, aber nicht weiter ärgerlich, da ich nicht häufiger als alle drei bis vier Tage die Bilder überspielen musste. Mit dem Kartenleser war es möglich, mit lediglich zwei Speicherkarten (256 MB und 128 MB) zu reisen und trotzdem immer genug Kapazität zum Fotografieren zu haben.
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| Belkin Card Reader und Apple iPod beim Überspielen von Bilddaten |
Weiteres Zubehör zu der Kamera waren zwei Ersatzakkus und ein kleines Dreibeinstativ (in Hosentaschengröße). Die Akkus habe ich bei einem der vielen Händler bei ebay gekauft. Dort kosten die neuen Akkus lediglich 2 bis 3 Euro, statt der knapp 40 Euro für einen Originalakku von Canon. Die Ersatzakkus haben mich nicht zu 100% zufrieden gestellt. Da sie eine wesentlich größere Kapazität haben als der NB1-LH von Canon (1200 mAH statt 680 mAH), sollten sie eigentlich auch länger halten. Haben sie aber nicht. Das Originalprodukt hat subjektiv länger gehalten: Ihn musste ich erst alle zwei Tage aufladen, während die Nachbauten üblicherweise nach bereits einem Tag leer waren. Doch bei zwei Akkus in Reserve hatte ich nie das Problem einer leeren Batterie.
Das Dreibeinstativ hat sich ebenfalls sehr gelohnt. Die Ixus 430 zeichnet sich nicht durch besondere Lichtempfindlichkeit aus, schon in subjektiv noch ausreichend hellen Umgebungen, braucht sie bei ISO 50 die Unterstützung durch den eingebauten Blitz. Der ist allerdings kaum zu gebrauchen, weswegen ich sehr viele Aufnahmen mit längerer Belichtungszeit gemacht habe. Problematisch ist dabei natürlich das Verwackeln des Bildes, wenn die Kamera nicht ruhig in der Hand liegt. Die Erfahrung zeigt, dass das Ruhighalten der der Kamera nicht so problematisch ist, sondern die Bilder eher dadurch verwackeln, dass die der Druck auf den Auslöser die Kamera bewegt. Hier war sich die Auslöseverzögerung von zwei Sekunden sehr hilfreich. Dies in Kombination mit dem Stativ oder eine festen Unterlage, bzw. die Kamera an die Wand gepresst, hat dazu geführt, dass ich praktisch nicht mit dem Blitz fotografieren musste. Auch für die Langzeitaufnahmen in Queenstown oder Dunedin am späten Abend hat sich das Verfahren bewährt.
Die Nachbereitung des Tagebuchs war ein sehr aufwändiger Prozess. Das Abtippen der Einträge hat fast einen ganzen Monat in Anspruch genommen. Hinzu kam die Zeit, die geeigneten Fotos auszusuchen und die Panorama-Bilder zusammenzusetzen. Für die Panoramen habe ich die Software PhotoStitch verwendet, die der Canon Kamera beiliegt. Zum Verkleinern der Bilder und zur Erzeugung der Thumbnails habe ich auf IrfanView zurückgegriffen, das zuverlässiger arbeitete als meine eigenen Skripte, die ich auf Basis der ImageLib Bibliothek entwickelt habe. Die normalformatigen Bilder liegen im Format 640x480 vor. Die Thumbnails sind 160x120 Pixel groß. Bei den Panoramen ist es etwas komplizierter. Da diese Bilder alle unterschiedlich groß sind, konnte ich keine feste Zielgröße vorgeben. Das hätte zu Verzerrungen geführt. Stattdessen haben die Panoramen eine feste Breite von 780 Pixel. Dabei bleibt die Höhe variabel. Je breiter das Bild, desto weniger hoch wird es. Bei den Thumnbails zu den Panoramen habe ich den umgekehrten Weg gewählt: Um optisch besser mit dem Text und anderen Bildern zu harmonieren, habe ich mich für eine feste Höhe von 140 Pixel und eine variable Breite entschieden.
Für die Präsentation der Texte habe ich mich auf den Ansatz aus XML und XSLT verlassen, der sich bereits vor zwei Jahren bewährt hat. Das Ausgabeformat ist XHTML 1.0, das korrekt validiert wird. Die einzelnen Einträge sind in XML abgelegt. Pro Tag existiert eine XML Datei. Von diesem Format erhoffe ich mir, das Tagebuch auch langfristig nutzen zu können. Weiterhin ist eine flexible Weiterverwendung so einfacher möglich als bei der Verwendung einer klassischen Textverarbeitung oder LaTeX. Dafür ist XML in der Eingabe nicht so komfortabel, obwohl Emacs und der nXML Modus sehr hilfreiche Werkzeuge sind. Als Tool für die XSL Transformationen habe ich Ant ausgewählt, das mit dem eingebauten "style" Kommando über eine Schnittstelle zu dem Xalan Prozessor verfügt.
Template-Datei für Einträge.
Beispieleintrag (22.11.2004) als XML-Datei.
XSL Stylesheet zur Transformation der Dateien.
Cascading Style Sheet für die Darstellung im Browser.
Ant build skript zur Transformation und zum Upload auf die Website.
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